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Kultururlaub am Comer See

Zu den Kulturzielen am Comer See gehören Kunstsammlungen, Villengärten und Museen zur Geschichte der Uferorte. In Tremezzina liegen die Villa Carlotta mit historischen Innenräumen und Gärten sowie die Villa del Balbianello auf der Halbinsel Lavedo. In Como widmet sich das Tempio Voltiano dem Wissenschaftler Alessandro Volta. Diese Ziele lassen sich mit Ortsbesuchen und Spaziergängen am Ufer verbinden.

Villa Carlotta: Kunst und Garten in Tremezzina

Die Villen am Comer See erzählen von privaten Sammlungen und der Kulturgeschichte des Ufers. In der Villa Carlotta stammen wichtige Kunstwerke aus der Sammlung Giovanni Battista Sommarivas. Dazu gehören Antonio Canovas Skulptur Palamedes, Bertel Thorvaldsens Alexanderfries und Francesco Hayez’ Gemälde „Der letzte Kuss von Romeo und Julia“ aus dem Jahr 1823. Im zweiten Stock vermitteln Möbel und persönliche Räume Prinzessin Charlottes die Lebenswelt der späteren Besitzerin. Zur Sammlung zählen außerdem mehr als 400 Gipsabgüsse von Kameen, die Giovanni Liberotti um 1820 in Rom zusammenstellte. Die Objekte zeigen Architektur- und Kunstmotive in kleinen, transportablen Kästen und erinnern an Souvenirs der Grand Tour.

Auch der Garten ist Teil des Besuchs: Der symmetrische Italienische Garten, Terrassen und Treppen bilden die formale Anlage; Hortensien prägen schattige Bereiche. Kamelien und Rhododendren setzen saisonale Blühaspekte. Ein Farntal mit Bach und ein Bambusbereich mit Picknickplatz ergänzen die Wege.

Villa del Balbianello auf der Halbinsel Lavedo

Auf der bewaldeten Halbinsel Lavedo bei Lenno liegt die Villa del Balbianello auf einer Landzunge über dem See. Am Ort stand seit dem 13. Jahrhundert ein Franziskanerkloster. Kardinal Angelo Maria Durini ließ die Anlage Ende des 18. Jahrhunderts als Rückzugsort gestalten; dazu gehört die Loggia mit Panoramablick. Später lebte Guido Monzino dort und sammelte Erinnerungsstücke seiner Expeditionen. Seit 1988 betreut der FAI das Anwesen. Im Inneren zeigen französische Möbel des 18. Jahrhunderts, außereuropäische Kunst, Silber und Keramik verschiedene Sammlungsbereiche. Hinterglasbilder und Beauvais-Tapisserien ergänzen die Ausstattung. Das Expeditionsmuseum im Dachgeschoss bewahrt Flaggen, Fotografien, ethnografische Objekte, Inuit-Elfenbeinarbeiten und den Schlitten der Nordpolexpedition von 1971. In der Loggia befinden sich ein Musiksaal und Monzinos Bibliothek zu Bergsteigen und Geografie. Der Garten führt an Formschnitten, Statuen und Aussichtsterrassen vorbei.

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Tempio Voltiano: Wissenschaft und Architektur in Como

Das Tempio Voltiano liegt am Seeufer am Ende der Viale Guglielmo Marconi. Der neoklassizistische Bau von Federico Frigerio greift Formen des Pantheons auf. Im Inneren veranschaulichen Instrumente und Apparate Alessandro Voltas Forschungen zur elektrischen Batterie, zur Elektrizitätslehre und zu Gasen. Weiße Kalksteinelemente, farbiger Marmorboden und die zentrale Kuppel prägen die Architektur. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet; letzter Einlass ist um 17.30 Uhr. Ein Aufzug ermöglicht den Zugang zu den Ausstellungsräumen. Der Standort am Wasser lässt sich mit einem Spaziergang entlang der Promenade und durch Comos Zentrum verbinden. Francesco Somaini konzipierte, förderte und finanzierte den Bau des Tempio Voltiano und schenkte ihn anschließend der Stadt Como.