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Villen am Comer See

Am Comer See stehen Villen für unterschiedliche Erlebnisse: öffentliche Gärten und Museen, ein Hotelaufenthalt oder der Blick vom Ufer und vom Schiff. Die bekanntesten besuchbaren Anlagen verbinden Architektur und Landschaft; historische Wohnsitze wie Villa La Collina erzählen außerdem von Gästen, die den See im 20. Jahrhundert geprägt haben.

Villa Carlotta: Museum und botanischer Garten

Die Villa Carlotta liegt in Tremezzina und verbindet historische Innenräume mit einem botanischen Garten. Die Anreise ist mit Bussen der Linie C110 sowie Schiffen nach Tremezzo möglich. Auch von Varenna führt eine Schiffsverbindung zur Villa Carlotta, sodass sich der Besuch mit einem Aufenthalt am mittleren See verbinden lässt.

Villa del Balbianello auf der Punta di Lavedo

Bei Lenno liegt die Villa del Balbianello auf der bewaldeten Halbinsel Punta di Lavedo. Der FAI betreut das Anwesen, dessen Geschichte bis zu einem Franziskanerkloster am Ort zurückreicht. Kardinal Angelo Maria Durini ließ die Villa Ende des 18. Jahrhunderts als Rückzugsort und für literarische Begegnungen gestalten; die Loggia öffnet den Blick über den See. Im 20. Jahrhundert sammelte Guido Monzino dort Erinnerungsstücke seiner Reisen, darunter Exponate zu seinen Expeditionen. Das Haus und der Garten bilden deshalb gemeinsam ein kulturelles Besuchsziel. Für den Besuch ist eine Buchung erforderlich. Die Villa ist zu Fuß oder mit kostenpflichtigen Bootsverbindungen erreichbar. Lenno mit der Punta di Lavedo liegt im südlichen Teil Tremezzinas.

Hotels und private Anwesen am Ufer

Villa d’Este in Cernobbio wird als Hotel genutzt. Der Besuch richtet sich nach dem Angebot des Hauses; die Außenansicht gehört zugleich zum Villenbild am südwestlichen Seeufer. Viele weitere Villen sind private Wohnsitze. Vom öffentlichen Ufer oder von einem Schiff aus lässt sich ihre Lage im Zusammenspiel mit Gärten, Hängen und Wasser erfassen. Wer in einer Villa wohnen möchte, findet am See Hotels und weitere Unterkünfte nach Ort und Lage.

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Adenauer und Villa La Collina in Cadenabbia

Konrad Adenauer verbrachte zwischen 1957 und 1966 wiederholt seinen Urlaub in Cadenabbia, einem Ortsteil von Griante. Ab 1959 wohnte er in der Villa La Collina an der Via Roma 11. Während seiner Kanzlerschaft nutzte er das Haus zur Erholung und für politische Begegnungen. Zu seinem Freizeitalltag gehörte Boccia: In Cadenabbia spielte er auf einer Bahn außerhalb des Villengrundstücks; später ließ er in Rhöndorf eine eigene Bahn anlegen. Garten und Landschaft gehörten zu den prägenden Bezugspunkten seiner Aufenthalte.

Acht QR-Stelen eines historischen Rundgangs erzählen von Adenauers Alltag, seinem Verhältnis zur Landschaft und den Begegnungen in Cadenabbia. Die Stationen lassen sich mit einem internetfähigen Smartphone aufrufen. An veranstaltungsfreien Tagen von März bis November ist das Gelände auf Nachfrage an der Rezeption zugänglich. Der historische Rundgang der Konrad-Adenauer-Stiftung stellt die Stationen vor.

Villen vom Wasser aus sehen

Die öffentliche Schifffahrt verbindet Orte an verschiedenen Uferabschnitten. Auf einer Fahrt eröffnen sich Blicke auf Villen und Gärten. Zur Schifffahrt und den Bootsfahrten am Comer See gehören öffentliche Linienverbindungen und private Angebote.