Livo
Unterkunft finden
Livo liegt oberhalb von Gravedona im bergigen Hinterland des Comer Sees. Zum Gemeindegebiet gehören der Dorfkern und höher gelegene Ziele wie Dangri, von wo Wege in die Täler und zum Lago Darengo führen. Der Höhenunterschied prägt den Ortsbesuch: Die Kirchen liegen im Dorf oder nahe dem Friedhof, während die Capanna Como und die Val Bares eigene Berg- beziehungsweise Schluchtziele sind.
Die alte San-Giacomo-Kirche nahe dem Friedhof
Die alte Kirche San Giacomo steht jenseits des bebauten Orts nahe dem Friedhof. Erstmals ist sie 1297 belegt; 1446 wurde sie Pfarrkirche. Aus der damaligen Umbauphase stammen das rechteckige Presbyterium, die halbrunde Apsis, die eleganten Glockenturmformen und die Spitzbögen des Schiffs, die mit weißen und schwarzen Bändern bemalt sind. Im fein gestalteten Vorraum zeigen Gewölbefresken Szenen aus der Genesis aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. An den Seitenwänden und Pfeilern der Kirche befinden sich außerdem Andachtsbilder aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, darunter Darstellungen Marias, Christi, Gottvaters und verschiedener Heiliger. Die Adresse Via San Giacomo führt zum Standort außerhalb der heutigen Ortsmitte.
Die neue Kirche im Dorfkern
Eine zweite San-Giacomo-Kirche befindet sich an der Via Serravalle 20 im Ortskern. Ihre Lage unterscheidet sich damit deutlich vom älteren Bauwerk am Friedhof. Die neue Kirche ist während der öffentlichen Öffnungszeiten frei zugänglich. In Gravedona liegen Kirchen und Uferzone näher beieinander.
Die Bergtour zur Capanna Como
Südlich des Lago Darengo steht die Capanna Como auf einem Felssporn. Zu den umliegenden Bergen zählen Gratella, Pizzo Campanile, Sasso Bodengo und Pizzo San Pio. Die Hütte wurde 1892 errichtet und 2006 restauriert. Der Zustieg umfasst 1.140 Höhenmeter und dauert dreieinhalb Stunden; der körperliche Einsatz ist hoch, der Schwierigkeitsgrad E. Die Hütte bleibt stets verschlossen und unbewirtschaftet; für den Schlüssel wenden sich Interessierte zur Reservierung an den CAI Como. Die Einstufung E und der hohe körperliche Einsatz gelten für diesen Bergzustieg, nicht für die separate Schluchtabfahrt der Val Bares.
Dangri und die Schlucht der Val Bares
Von der Ortschaft Dangri führt der Sentiero della Val di Bares zum Einstieg in die Schlucht. Die Canyoningstrecke ist rund drei Kilometer lang und führt von 1.300 auf 600 Meter hinab. Etwa 60 Abseilstellen und 80 Wasserbecken prägen die Schlucht; der empfohlene Zeitraum ist Juni bis September. Die Bewertung lautet V5/A5/V; wenige Fluchtmöglichkeiten und der fortlaufende Verlauf prägen die Tour. Damit ist die Val Bares eine eigenständige Schluchtpassage, während der Lago Darengo und die Capanna Como über Bergwege erreicht werden.
Livo, Dosso del Liro und Garzeno
Livo liegt oberhalb des Seeufers. Das benachbarte Dosso del Liro umfasst Bergsiedlungen und Wege; Garzeno liegt an der Valle dell’Albano und erschließt Zugänge in Richtung Passo San Jorio. Unterkünfte in Livo bieten eine Basis im Dorf, während ein Aufenthalt am Seeufer einen anderen Höhen- und Tagesrhythmus ermöglicht.